Statement

Statement der DGKiZ zur Sicherheit fluoridhaltiger Kinderzahnpasten

Reiskorngroß unter 2 Jahren, erbsengroß bis 6 Jahre, jeweils 1000 ppm Fluorid: Die 2021 veröffentlichten gemeinsamen Empfehlungen sind sicher.

Für Kleinkinder im Alter von unter 24 Monaten wird zum Zähneputzen die Verwendung von Kinderzahnpasten mit 1000 ppm Fluorid in einer reiskorngroßen Menge empfohlen. Für Kinder von 24 Monaten bis zu unter 6 Jahren soll die Menge der Zahnpasta der Größe einer Erbse entsprechen und ebenfalls 1000 ppm Fluorid enthalten. Mit Bezug auf neuere Publikationen, welche die Sicherheit der entsprechenden Anwendung fluoridhaltiger Kinderzahnpasten berühren, stellt die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnmedizin (DGKiZ) fest:

  • Die Empfehlungen wurden sorgfältig erarbeitet und sind erforderlich, um die Karieslast bei Kleinkindern mit Hilfe von Fluorid effektiv zu reduzieren.
  • Die Empfehlungen unterschreiten international akzeptierte Grenzwerte der systemischen Fluoridaufnahme deutlich, so dass bei Einhaltung der empfohlenen Zahnpastamengen das Fluoroserisiko nicht ansteigt.
  • Die Empfehlungen zu den Fluoridkonzentrationen und Zahnpastamengen enthalten einen Sicherheitsspielraum, innerhalb dessen auch bei (nicht erwünschter) Verwendung von größeren Mengen an Kinderzahnpasta der Grenzwert nicht überschritten wird.
  • Die Empfehlungen berücksichtigen auch ein weiteres Zähneputzen mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta in der Kita. Auch hierbei wird der Grenzwert für das Fluoroserisiko nicht überschritten.
  • Es ist eine Aufgabe des zahnärztlichen Teams, die Betreuungspersonen über die Verwendung fluoridhaltiger Kinderzahnpasta zu informieren und die praktische Umsetzung (z.B. im Zuge der Leistungsinhalte der FU-Pr) anzuleiten.
  • Die Empfehlungen entsprechen internationalen Leitlinien und Empfehlungen (Europäische Akademie für Kinderzahnmedizin [EAPD], Internationale Vereinigung für Kinderzahnmedizin [IAPD], Weltgesundheitsorganisation [WHO]).
  • In Ländern mit bereits seit Längerem bestehenden Empfehlungen pro 1000-ppm-Kinderzahnpasten wurde keine Zunahme von ästhetisch auffälligen Fluorosen beobachtet.
  • Es besteht kein Zusammenhang zu verringerten kognitiven Leistungen von Kleinkindern und Kindern durch Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta.

Fazit: Die 2021 veröffentlichten gemeinsamen Empfehlungen sind sicher. Dabei sollen die beschriebenen Zahnpasta-Volumina beachtet werden.

Dieses Statement wird durch international publizierte Literatur gestützt.

Der DGKiZ- Vorstand

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